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2007 wurden u.A. teils mehrfach wöchentliche Veranstaltungen, z.B. Mahnwachen und Protestkundgebungen direkt vor Ort und in der Innenstadt Flensburgs abgehalten. Im Gegenzuge versuchten die Familie Paulsen und ihre Freund_innen durch Bedrohung und Einschüchterung von Aktivist_innen die Proteste zu verhindern. Dazu ein kleiner Einblick in Auszüge aus Erlebnisberichten... |
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01. September 2007
...die Aggressionen haben ihren Höhepunkt vorläufig erreicht. Innerhalb der ersten Stunde fing sogleich "Sascha" mit einem Freund an die Beteiligten der Demonstration zu beschimpfen und zu bedrohen, mit Gegenständen die gegenüberliegende Seite (der "Farm") der Straße, also die Teilnehmer_innen zu bewerfen. Und rief nach seiner Aussage Bekannte an die "die Fresse polieren" sollten. Fuchtelte wild gestikulierend herum, um mit Handzeichen zu verdeutlichen wie ihnen die Kehlen aufgeschlitzt werden würden. Fuhr dann mit einem motorisierten Roller mitten in die Menschen die dort demonstrierten und warf während der Fahrt den Helm auf die Gruppe (was nur in Anbetracht dessen, dass er ihn eigentlich nur hochhalten wollte um drohend damit rumzuhantieren als lustig gelten könnte). Da die Situation zu eskalieren drohte wurde von sich solidarisch zu den Aktivist_innen erklärten Personen aus Sorge die Polizei alarmiert und Hilfe erbeten. Nach 4 Anrufen (!) und vergangenen 80 Minuten (!!!) kam ein Einsatzwagen aus Harrislee und fuhr fix auf das Grundstück der "Pelztierfarm".
Beim ersten Anruf wurde der um Hilfe rufenden Person mitgeteilt, dass sie doch bitte ins nächste Polzeirevier gehen soll um dort Anzeige zu erstatten, sie jedenfalls würden keinen Anlass sehen einen Wagen zu schicken. Beim zweiten Anruf (nach ~20 Minuten) wurde mitgeteilt, dass sie garnicht informiert wären und ob es sich demnach um eine Spontandemo handeln würde. Beim dritten Anruf (nach 45 Minuten) wurde dann mitgeteilt, dass nicht Harrislee "zuständig" wäre, sie also einen Wagen aus Schleswig anfordern werden. Der vierte Anruf dann fand nach den besagten 80 Minuten statt und die an der Demonstration teilnehmende Person beschwerte sich über das Verhalten des Einsatzwagens, da er ja spontan zur Farm fuhr ...und dann winkender weise vom Grundstück (nachdem er dort fast eine halbe Stunde verbracht hatte) fuhr ohne sich auch nur ansatzweise mit den Beteiligten der Mahnwache auseinandergesetzt zu haben.
Wer hatte da was falsch verstanden fragten sich einige und andere (insb. aus einer Initiative die sich aus Bürger_innen, die sich beteiligten bei den Mahnwachen zusammensetzt) folgten auch dieser und anderen Fragen in Form, dass sie schriftliche Dienstaufsichtsbeschwerden und Anzeigen in der Folge des Tages aufgaben. |
letztmals aktualisiert 11/2010