"Pelz" ist immer mit Leiden und Gewalt verbunden, egal, ob die Tiere, die ihres Felles wegen umgebracht werden, in der Falle gefangen, oder auf Farmen in kleinen Drahtgitterkäfigen gefangen gehalten werden und sie verzweifelt in ihren kleinen Käfigen hin und her rennen und einen Ausgang vergeblich suchen, um schließlich nach knapp 7 Monaten im Winter dann mit Kohlenmonoxid, per analem Stromschlag, oder Genickbruch ermordet zu werden. Für all diese als "Pelztiere" erklärten Individuen bedeutet dies ein Leben voller Angst, Schmerz und Gewalt; und bleibt von unserer Gesellschaft weitestgehend unbeachtet. Das Tier findet nicht als empfindungsfähiges Individuum Berücksichtigung, sondern wird ausschließlich als Ressource für einen profitablen Handel mit Fellen betrachtet. Die Berücksichtigung des Tierschutzes ist lediglich eine Reaktion auf gesellschaftspolitische Diskussionen.

    Tiere haben ein Recht auf Freiheit und körperliche Unversehrtheit;
    ein Recht, welches von denen, die in dem Geschäft profitieren, bewusst ignoriert wird...

    ...eine Chronologie:

Juli 2007 ..sie waren eingesperrt auf der "Pelztier"farm Paulsen, Harrisleer Umgehungsstrasse 1, 24955 Harrislee bei Flensburg...
Ob Spaziergänger_innen, Jogger_innen oder Fahrradfahrer_innen, wer in der Marienhölzung, dem angrenzenden Wald, den Wolfsmoor Teich, der komplett besiedelt ist mit großen Seerosen, anschauen möchte, oder ausgedehntere Spaziergänge machen möchte blickt vom Waldweg keine 20 Meter entfernt auf den großen Wellblechzaun. Im Vergleich zu weiteren eine verhältnismäßig kleine Nerz- und Fuchsfarm, aber mit einer über 30-jährigen "Geschichte", dessen Betreiber Rudolf Paulsen war. Nachdem Rudolf Paulsen vor einigen Jahren verstarb, galt die Farm für viele seit mindestens 2001 als geschlossen. Dem war aber nicht so! Bildmaterial bestätigte das Gegenteil. Kaputte, zusammengebastelte Käfige, durchaus auch kranke Tiere, Babys, ein wie immer tragisches Bild. Die Witwe Frau Marion Paulsen hatte die Farm in Betrieb genommen. Nach ihrer Aussage 2007 (gegenüber auch der Presse) sei das was sie dort betrieb "Summerfarming", das heißt sie vermietete die Käfige und Stallungen für "Züchter" aus Dänemark. Nerz-Weibchen, Muttertiere (sogenannte Fähen) sollten sich von den "Zuchtstrapazen" auf ihrer Farm in aller Ruhe für ein paar Monate jeweils "erholen dürfen". Welch sarkastische Darstellung des eigentlichen Anliegens, denn... nach wenigen Monaten kamen die "Züchter"...

                                   ...und ermordeten die Tiere dort mit Kohlenmonoxid. Erholung?

 

Aus der Kampagne "Aktion für eine "Pelz"-freie Stadt" der Tierrechts-Bewegung-Nord (T-B-N) ergab sich demnach auch die Konsequenz, nicht nur die Geschäfte in denen "Pelz"waren angeboten werden zu ihrem Ausstieg aus dieser Form der Tierausbeutungsindustrie zu bewegen, sondern auch die Farm die keinen Kilometer von der Stadt Flensburg entfernt unsagbares Leiden an Lebewesen produziert notwendigerweise mit einzuschliessen, um die Farm nicht ins Vergessen zu drängen und der Öffentlichkeit aufzuzeigen, was sich sich hinter einer solchen Farm, sogar in einem sogenannten Sozialpass als sehenswertes Ereignis deklariert und angepriesen, verbirgt. Die Öffentlichkeit sollte erreicht werden und es sollte nicht weiter hinweggesehen werden über die tierquälerischen Bedingungen, unter denen diese "Produkte", wie Bekleidung, Accessoires und "Luxusgüter", die hinlänglich bekannt sind, entstehen.

2007 ist also die "Pelztier"farm in Harrislee bei Flensburg Ziel einer Tierrechts- Tierbefreiungskampagne geworden. Um den Gewalttaten der kommerziellen Tierausbeutung an den Opfern, hier der zu "Pelztieren" degradierten empfindungsfähigen Individuen, entgegen zu treten, wurde diese Internetpräsenz gegründet. Ein Kampagnenbündnis setzte hiermit ihre aktiven Beiträge in Form von Er- und Ausarbeitung von Informations- und Aktionsmaterial, insbesondere zu dem Thema "leben und sterben für "Pelz" am Beispiel dieser ""Pelztier"farm schwerpunktmässig ein. Somit wurde über die Kampagne, den Verlauf selbiger, über Neuigkeiten informiert und Termine angekündigt, so dass Einzelpersonen und Gruppen die sich solidarisieren, die Möglichkeit gegeben werden konnte sich zu beteiligen an Aktionsformen wie z.B. Mahnwachen, oder direkt an Informationsaustausch, sowie an Organisation und Planung.

Juli bis November 2007 wurden teils mehrfach wöchentliche öffentliche Veranstaltungen wie Mahnwachen und Protestkundgebungen direkt vor Ort und in der Innenstadt Flensburgs organisiert und abgehalten. Diese wurden im Gegenzuge fortwährend von den Betreibenden, sowie Angehörigen der "Pelztier"farm und Familie Paulsen versucht zu verhindern. Sei es mit Beschuldigungen auch während der Mahnwachen würden Mitstreiter_innen auf das Gelände und Käfige zerstören/öffnen und Nerze freilassen und dem dazu gehörigen Polizeieinsatz, oder mit Bedrohungen und Einschüchterungsversuchen der Familie und Freunde der Paulsens gegenüber den/der Aktivist_innen und Verantwortlichen u.A. dieser Kampagne, ebenso gegenüber jener Veranstaltungsbetreiber_innen.

 

Seitens u.A. Einzelpersonen, die sich solidarisch dem Bündnis  zur Schliessung der Farm aussprachen, wurden im Verlauf z.B. das Kreisveterinäramt, zuständiger Dr. Wernery, der Bürgermeister der Stadt Flensburg, Jochen Barckmann, aufgesucht; es gab Gespräche, Anzeigen, Rechtfertigungsversuche. Ein übliches Dilemma in Anbetracht der Tatsache, dass das Veterinäramt die Exekutive in Sachen "Tierschutz" darstellt. Der Betreiberin gegenüber wurden die falschen Angaben über den Hintergrund des Tierbestands und den erheblichen Mängeln, die gegen das Tierschutzgesetz verstossen und der Stadt Flensburg gegenüber das Ausschweigen und Nichtreagieren, sogar des Verschweigens und dem Versuch dies unter den Teppich zu kehren und somit Verstöße der Farmbetreiberin geduldet haben, vorgeworfen. Ebenso auch wurden Dienstaufsichtsbeschwerden gegenüber Polizeibeamten eingeleitet, welche nicht nur auch dieses mitgetragen haben, sondern auch auf Demonstrationen z.B. unterlassene Hilfeleistung zum Besten gaben. Darauf zu warten, dass zu den Vorwürfen Stellung bezogen wird ist vergeblich, da diese vehement ignoriert wurden. Infolgedessen wurden die Landesregierung und Verantwortlichen, u.A. Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. Christian von Boetticher, sowie weitere Verteileradressat_innen des Landes Schleswig-Holstein auch mit einem offenen Brief gebeten mit ihrer Hilfe die Vorgänge in Harrislee zu klären und die Stilllegung des tierschutzwidrigen Betriebes durchzusetzen.  Der Kampagne "Pelztier"farm Paulsen schliessen! wurde dieser gesamte Schriftwechsel zugesandt, um vorliegende Informationen somit transparent darlegen zu können. Die Briefe/Berichte werden gerade aktualisiert/archiviert und sobald als möglich wieder sortiert zur Verfügung stehen.*

Am 10. November 2007 (hier das Erlebnisprotokoll) fand eine Demonstration in der Flensburger Innenstadt statt, deren Ende an der "Pelztier"farm mit einer Mahnwache ausklang. An diesem Tag, sowie am nächsten Morgen wurden alle bis dato dort eingesperrten Nerze getötet. Danach war erstmals Ruhe eingetreten (?). Die Staatsanwaltschaft ermittelt(e) mittlerweile in verschiedene Richtungen... Derweil aber, auch laut Auskunft der zuständigen Behörden,

wurde der Betrieb in der Form bisher, also 2008 & 2009 & 2010, nicht wieder aufgenommen...

Im Mai 2010 gab es nachlesbare Meldungen, sowie ein Video etc., unter dem Titel "TSEK im Einsatz: 5. Mission abgeschlossen, “Pelztier”farm Rudolf Paulsen in Flensburg", die beinhalteten, dass wohl die nicht in Betrieb stehende Farm aufgesucht wurde und die vorhandenen Käfige, wie auch weiteres Zubehör zerstört wurden. Eine ein paar wenige Monate später, im September, erfolgte Tierbefreiung auf der "Pelztier"farm in Süderbrarup gab nun noch den Anstoß, dass seit Oktober in Schleswig-Holstein "die Politiker" ein Pelztierfarmverbot diskutieren...

 

 

...die Kampagne "Pelzfarm Paulsen schließen!" gilt hiermit vorerst als beendet...

 

An alle, die sich an dieser Kampagne, in welcher Form auch immer, beteiligten,
sei hier ein großes Danke entgegengebracht.

...until every cage is empty...

 

 

 

 

 

* Das gesamte Material, der zugesandte Schriftverkehr der Verantwortliche dazu bewegen sollte in ihren Funktionen tätig zu werden, sowie alle zur Verfügung gestellten Informationen zur Kampagne, dieser "Pelztier"farm, oder zum Thema "leben und sterben für "Pelz"" sind archiviert und können bei Bedarf auch wieder zur Verfügung gestellt werden. Bei weiteren Infos, Fragen, Anregungen, Anliegen oder...
wird um Kontaktaufnahme über
info[ätt]*pelzfarm-paulsen-schliessen.de (* [ätt] bitte durch @ ersetzen) gebeten.

 

letztmals aktualisiert 11/2010